Antidepressiva bei Angst und Zwangsstörungen

Antidepressiva werden oft bei Angst und Zwangsstörungen von Psychiatern eingesetzt. Der Begriff Antidepressiva klingt beim ersten mal vielleicht etwas verwirrend, weil man evtl. gar keine Depression hat. Mach aber Sinn, weil man bei beiden Erkrankungen vermutet dass Menschen einen Mangel an bestimmten Botenstoffen im Gehirn haben. Antidepressiva unterteilen sich in verschiedene Gruppen.

Bei Angst und Zwangsstörungen hat es sich bewährt Antidepressiva zu nehmen die den Botenstoff Serotonin im Gehirn erhöhen. Das machen Hauptsächlich zwei Gruppen von Antidepressiva.

SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer )

  • Paroxetin
  • Cipramil
  • Cipralex
  • Fluoxetin
  • Fluvoxamin
  • Sertralin

Trizyklische Antidepressiva

  • Anafranil (Clomipramin)
  • Opipramol 

Oft nimmt man als erstes ein SSRI, weil diese meistens besser verträglich sind als die etwas „älteren“ Trizyklischen Antidepressiva. Studien zeigen aber auch das gerade Clomipramin als der „Gold Standard“ bei Angst und Zwangsstörungen gilt.

Bei Angst und Zwangsstörungen muss man oft höhere Dosen nehmen als bei Depression. Während zum Beispiel bei Paroxetin die empfohlene Dosis bei Depressionen 20 MG ist kann es bei Zwangsstörungen schon einmal bis an die 60 MG gehen oder in Einzelfällen sogar darüber hinaus. Es kann aber dennoch so sein das man schon von niedrigeren Dosen profitiert.

Man kann bei Depressionen schon einen Wirkeintritt innerhalb der ersten zwei Wochen erwarten. Leider müssen sich Menschen bei Angst und Zwangsstörungen etwas länger Gedulden. Hier kann es schon einmal bis zu acht Wochen dauern bis das Antidepressiva wirkt. Ich habe die Erfahrung gemacht das nur weil ein Wirkstoff aus einer Gruppe zum Beispiel Fluxoetin bei einem nicht hilft, es nicht gleich bedeutet das keiner dieser Wirkstoffe aus der Gruppe einem gut Hilft. Mir persönlich hat Paroxetin gut geholfen aber jeder Mensch ist anderes. Was bei dem einem nicht Hilft kann bei jedem anderen Wunder bewirken und umgekehrt.

Was das Absetzten der Medikamente angeht gibt es unterschiede bei SSRI und Trizyklischen Antidepressiva. Während man SSRI mit Ausnahme von Paroxetin recht zügig absetzten kann muss bei anderen aufgrund Ihrer trizyklischen Form etwas langsamer gesehen.

Folgende Nebenwirkungen können unter einiger dieser Antidepressiva auftreten:

  • Schwitzen
  • Erektionsprobleme
  • Gewichtszunahme oder wenig Appetit
  • Unruhe
  • Zittern

Erfahrungsgemäß sollte man sich aber nicht von irgendwelchen Horror Geschichten verrückt machen lassen.

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